Einer von Vielen

Auf das Leben! Prost! Wochenende!

  
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hier das Gegenteil angesagt : 4.ter Fastentag.. :-) aber auch fein, soweit..
Einer von Vielen

Solution for Error Messages caused by to many parallel Jobs?

  zuletzt bearbeitet: Tue, 21 Mar 2017 17:48:26 +0100  
@Hubzilla Development+

@Mike Macgirvin , @Mario Vavti , @Andrew Manning This might be helpful?

Is anybody aware of this solution Friendica implemented? I know that @Michael Meer could answer some question regarding the error message and what measures a admin could try to take in Hubzilla at the moment.

Accidentally, I deleted the original post but was able to find the comment via the search.

If I got this right, this was what riendica implemented
  • A post has to be delivered (to many contacts).
  • The processes are not forked. Instead the deliveries are written into a table.
  • Friendica looks into the table and delivers the post using a limited number of processes.


The comment of @ https://pirati.ca/profile/heluecht
Genau diese Problematik wurde in Friendica für die Backgroundjob-Verarbeitung berücksichtigt. Arbeitet Hubzilla immer noch so, dass eine unbestimmte Anzahl von Hintergrundprozessen gestartet wird, wenn Beiträge ausgeliefert werden? D.h. wenn man einen Beitrag an 100 Leute ausliefert, dass dann auch auf einen Schlag 100 Hintergrundjobs gestartet werden?

Wenn ja, dann empfehle ich einen Blick auf den "Worker" in Friendica: https://github.com/friendica/friendica/blob/develop/include/poller.php

Statt direkt Prozesse zu forken, werden die Hintergrundjobs in eine Tabelle geschrieben. Eine fest definierte maximale Anzahl von sogenannten "Workern" greift diese Tabelle ab und arbeitet die Jobs ab. Die Worker achten dabei selbständig auf die Systemload und die maximale Anzahl von Datenbankverbindungen und erhöhen und reduzieren die Anzahl der parallelen Prozesse entsprechend. Ein Prioritätsmanagement sorgt währenddessen dafür, dass die Worker gerecht verteilt werden und niemand zu kurz kommt.

Ich denke, dass das viel zur Stabilität beigetragen hat, insbesondere auf schmalbrüstigeren Systemen.

Vielleicht findest Du ja jemanden, der das für Hubzilla umsetzt. Meine Erlaubnis zur Übernahme meines Codes hast Du. (Es gibt ja Lizenzprobleme, die das einfache Übernehmen verhindern)
Mike Macgirvin
  
Was going to reply before you deleted the other post. Dreamhost has a different issue - they don't restrict the number of SQL connections, but whenever your shared host exceeds some preset limit a 'process reaper' goes in and starts killing stuff.

If you've got a 'worker' arrangement, it means you have to have a 'boss' to keep track of who is employed at the time. This is hard enough to accomplish in a cross-platform manner, but also has issues with Dreamhost, as sometimes the assassin kills workers and sometimes it kills the boss. Hubzilla is designed to survive this and still provide reliable (though sometimes delayed) delivery.

Trying to provide reliable delivery across all these different hosting variations is a real challenge. It might make sense to make it "pluggable" to work with different provider models.

In the uberscape case, you might want to look into shared DB connections. I know this is possible under some fcgi modes but may take a bit of code on the hubzilla side to detect a shared DB and pull the connection handle from a shared file or env variable. Then you open the DB when the VM starts up and use one connection - period.
sasiflo
  
@Michael Meer Have you contacted their support? I made good experiences with them. Albeit my Hubs are located on a vps at Strato now.
Michael Meer
  
Yes, I did. Their advise was to restructure hubzilla to consume less resources. No, they don't give me more SQL connections.
So I made for me the decision that uberspace is the wrong provider for me.
I paid already the money for the next few month 3 weeks ago. But I don't spend much more money to uberspace.

May be that I'm the first one who scratches the limits from uberspace, cause my system communicates to Hubzilla, Friendica and Diaspora (lots of servers) with lots of contacts.
I expect more problems of this kind when the count of servers and channels increase.

In between I've got the question in my head about recommended resources.
How much resources do we need for example for a server of an local sports club with 400 members?
Do we've got some experiences with different kind of sizing?
Guess this might be a point for the hubzilla FAQs.
Einer von Vielen

Die Geburtstsagsrosen von Evelyn...

  
...entfalten sich
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chris
  
Supi!!! Du hast Kinder!!!
Geb.- und von mir DANKES-Grüße
Einer von Vielen

"Was Sie über Aleppo hören, ist bestenfalls ein kleiner Teil der Wahrheit"

  zuletzt bearbeitet: Tue, 31 Jan 2017 19:13:23 +0100  
#Aleppo

Ein schwedischer Konfliktforscher war im Dezember 2016 in Aleppo und zeichnet ein ganz anderes Bild als die deutschen Mainstreammedien...

"Was Sie über Aleppo hören, ist bestenfalls ein kleiner Teil der Wahrheit"

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Interview mit dem Konfliktforscher Jan Oberg, der die Befreiung Aleppos als "weltgeschichtliches" Ereignis einstuft


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Hier der Anfangstext des Artikels...

Interview mit dem Konfliktforscher Jan Oberg, der die Befreiung Aleppos als "weltgeschichtliches" Ereignis einstuft

Nur knapp sechs Wochen sind vergangenen, seitdem kaum eine Nachrichtensendung ohne Schlagzeile zu den Ereignissen im syrischen Aleppo auskam. Unterstützt durch russische Luftangriffen eroberten Mitte Dezember Truppen der syrischen Armee den Ostteil der Stadt und beendeten damit die seit vier Jahren andauernde Kontrolle oppositioneller Milizen.

Von Massakern an der Zivilbevölkerung, einem "neuen Srebrenica", gar "einem drohenden Völkermord" berichteten Medien damals. Doch nur wenige Tage später verschwand das mediale Interesse am Schicksal der Menschen in der zerstörten syrischen Millionenmetropole wieder und damit auch die Deutung der Ereignisse: Befreiung oder Belagerung? Fall oder Glücksfall?

Der Konfliktforscher Jan Oberg war während der entscheidenden Tage in Aleppo und berichtet bis heute über die Ereignisse in der Stadt. Im Interview erzählt der schwedische Konfliktforscher und Leiter des Transnational Foundation for Peace and Future Research über seine Erlebnisse in der zerstörten Stadt und seine Sicht auf die westliche Medienberichterstattung.
Einer von Vielen
  zuletzt bearbeitet: Tue, 31 Jan 2017 19:16:46 +0100  
Erstaunlich wie "pro-russisch" und "pro-Assad" seine Sicht ist. Aber, er war vor Ort.

/edit/
Exemplarisch dieser Schlussatz...
Jan Oberg: Ich bin überzeugt, dass es in der Welt schon viel zu viel Kriegsberichterstattung und Journalismus gibt, der nur darin besteht, nach Schuldigen zu suchen. Was fehlt ist Berichterstattung über Konflikte und menschliche Schicksale. Journalisten sind besessen von Regierungen und Gewalt und sie ignorieren die Perspektive der Bürger, der Opfer und jener, die etwas zum Guten verändern können.
Einer von Vielen

Deutsche Bank verbietet Whatsapp, SMS & Co.

  
Das ging heute bei mir ein. Kann das jemand bestätigen, aus anderen Quellen?

#whatsapp #sms #deutschebank

Bank verbietet Whatsapp

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Mitarbeiter der Deutschen Bank müssen auf Messenger verzichten.
Michael Meer
  
@Thorsten Klar kann ich das zu meinem Chef sagen. Doch auch auf der privaten Seite bin ich eher der Hardliner:
http://michael.meer.name/index.php/52-duerft-ihr-meine-daten-an-whatsapp-facebook-rausgeben

Alleine durch die Installation saugt WhatsApp das Adressbuch regelmäßig ab. Daraus lassen sich bei FB schöne Karten basteln. Wer hat welche Freundeskreise, usw... Gerade die Offenlegung von Geschäftsbeziehungen könnte brisant sein.
Thorsten
  
@Michael Meer Hast Du vollkommen Recht. Und selbst wenn ich WhatsApp nutzen würde, hätte ich keine Lust meine geschäftlichen und privaten Kontakte über eine Telefonnummer zu vermischen. Mir ging es nur darum, dass ich als Arbeitgeber nicht das Recht habe, über das private Handy meines Arbeitnehmers zu bestimmen, ich aber verlange, dass er damit berufliche Telefonate führt.

Und der Vortrag zum Spiegel Mining hat ja sehr gut verdeutlicht, was man so alles auswerten kann.
Einer von Vielen
  
Alleine durch die Installation saugt WhatsApp das Adressbuch regelmäßig ab. Daraus lassen sich bei FB schöne Karten basteln. Wer hat welche Freundeskreise, usw... Gerade die Offenlegung von Geschäftsbeziehungen könnte brisant sein.


Deine Brötchengeber könnte Dich sogar verklagen!
Einer von Vielen
  zuletzt bearbeitet: Mon, 16 Jan 2017 13:11:32 +0100  
@Hubzilla Development+ Can somebody give me a hint step by step...

What I want to do?
Change one single file https://github.com/redmatrix/hubzilla/blob/master/.homeinstall/hubzilla-setup.sh

What I have is an outdated
https://github.com/einervonvielen/hubzilla

I tried to

I always end up with tons of conflicts, error messages,...

I am aware of the docs of github. But is there a simple step-by-step manual for the command line? Kind of best practice applied to hubzilla.
#git
Einer von Vielen
  
Many thanks! I will try your suggestion...
Einer von Vielen
  
Einer von Vielen hat Einer von Vielens Beitrag mit ⋕git verschlagwortet
Einer von Vielen
  
@Andrew Manning I followed the steps and it worked. Thanks.
Einer von Vielen

Hubzilla Doc

  zuletzt bearbeitet: Sun, 15 Jan 2017 17:05:29 +0100  
@Andrew Manning I am just scrolling through the docu in Hubzilla master. It looks VERY good to me including the new /toc/ element.

/edit/
Thanks!
Einer von Vielen

Hochwasser auf Rügen

  
Gestern Nacht und heute früh beim Spazierengehen...

Fischkutter im überlaufenden Hafenbecken von Lauterbach
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Heute Morgen war dieser Steg noch überschwemmt

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#hochwasser #rügen
Steff
  
Wollt ihr nicht lieber nach Hause? Nicht das es sich dort weiter zuspitzt.
Einer von Vielen
  
Wie ich jetzt las, hat der Sturm das Wasser in die östliche Ostsee gedrückt, hat dann aufgehört zu blasen und das Wasser ist zurückgeschwappt.
chris
  
Schöne Ergänzung meiner Serie :)
Einer von Vielen

Terrorbinog Fefe - Bundesregierung will Videoüberwachung deutlich ausweiten

  
@HimmlischesKind

Zu Fefes Terrorbingo... Kaum einen Tag später...

Bundesregierung will Videoüberwachung deutlich ausweiten

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Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, mit dem die Videoüberwachung an "öffentlich zugänglichen großflächigen Anlagen" ausgedehnt werden soll. Nach dem Berliner Anschlag werden aber auch Rufe nach weiteren Verschärfungen laut.
Michael Meer
  
Das Terrorbingo mit seinen Begriffen gibt es schon länger als den Anschlag in Berlin. Lediglich die Online Version ist neu.
Einer von Vielen
  
Aber mal gleich was Positives hinterher... Ja, mutmachende Gegenströmungen, sogar erfolgreiche, gibt es tatsächlich!

Europäischer Gerichtshof bekräftigt: Anlasslose Vorratsdatenspeicherung ist illegal

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Nochmal ganz langsam zum Mitschreiben für den einen oder anderen europäischenn Gesetzgeber erklären Europas höchste Richter: Eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung ist grundrechtswidrig.
Michael Meer
  
Nur mit dem Berliner Anschlag hat das alles nichts zutun.
Er wurde schon überwacht. Die haben versucht den Abzuschieben. Telemetriedaten des Trucks liegen auch vor. Wurde es verhindert? Nein.
Noch mehr Überwachung bringt auch keine Sicherheit.

Von daher finde ich auch das Terrorbingo als Kritik berechtigt, denn die Reaktionen der Politiker sind schamlos und sowas von vorhersehbar. Leider.
Einer von Vielen

Artikel über Big-Data-Analyse und Wahlkampagne im Auftrag Trump, auch Cruz und Brexit

  zuletzt bearbeitet: Tue, 20 Dec 2016 13:43:19 +0100  
Die (Wissenschaftsgeschichte-) Geschichte der Wahlkampagnen hinter dem Erfolg von Trump und vorher Cruz und Brexit. Schwappt gerade nach Europa über....

(Nebenbei bleibt die Frage, woher das Thema mit der Wahlbeeinflussung durch die Russen kommt. Schläft da jemand oder ist das Absicht?)

Artikel gefunden in diesem Post

Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt - Das Magazin

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Am 9. November gegen 8.30 Uhr erwacht Michal Kosinski in Zürich im Hotel Sunnehus. Der 34-jährige Forscher ist für einen Vortrag am Risikocenter der ETH angereist, zu einer Tagung über die Gefahren von Big Data und des sogenannten digitalen Umsturzes. Solche Vorträge hält Kosinski ständig, überall auf der Welt. Er ist ein führender Experte für …


#Psychometrik #Psychografie #Psychologie #Trump #bigdata #Ocean #Cambridge-Analytica #SCL #Strategic-Communications-Laboratories

Hier der ganze Text
--Zitat Anfang--


Von Hannes Grassegger und Mikael Krogerus

Das Magazin N°48 – 3. Dezember 2016

Am 9. November gegen 8.30 Uhr erwacht Michal Kosinski in Zürich im Hotel Sunnehus. Der 34-jährige Forscher ist für einen Vortrag am Risikocenter der ETH angereist, zu einer Tagung über die Gefahren von Big Data und des sogenannten digitalen Umsturzes. Solche Vorträge hält Kosinski ständig, überall auf der Welt. Er ist ein führender Experte für Psychometrik, einen datengetriebenen Nebenzweig der Psychologie. Als er an diesem Morgen den Fernseher einschaltet, sieht er, dass die Bombe geplatzt ist: Entgegen den Hochrechnungen aller führenden Statistiker ist Donald J. Trump gewählt worden.

Lange betrachtet Kosinski Trumps Jubelfeier und die Wahlergebnisse der einzelnen Bundesstaaten. Er ahnt, dass das Ergebnis etwas mit seiner Forschung zu tun haben könnte. Dann atmet er tief durch und schaltet den Fernseher aus.

Am gleichen Tag versendet eine bis dahin kaum bekannte britische Firma mit Sitz in London eine Pressemitteilung: «Wir sind begeistert, dass unser revolutionärer Ansatz der datengetriebenen Kommunikation einen derart grundlegenden Beitrag zum Sieg für Donald Trump leistet», wird ein Alexander James Ashburner Nix zitiert. Nix ist Brite, 41 Jahre alt und CEO von Cambridge Analytica. Er tritt stets im Massanzug und mit Designerbrille auf, die leicht gewellten blonden Haare nach hinten gekämmt.

Der nachdenkliche Kosinski, der gestriegelte Nix, der breit grinsende Trump – einer hat den digitalen Umsturz ermöglicht, einer hat ihn vollführt, einer davon profitiert.

Wie gefährlich ist Big Data?

Jeder, der nicht die letzten fünf Jahre auf dem Mond gelebt hat, kennt den Begriff «Big Data». Big Data bedeutet auch, dass alles, was wir treiben, ob im Netz oder ausserhalb, digitale Spuren hinterlässt. Jeder Einkauf mit der Karte, jede Google-Anfrage, jede Bewegung mit dem Handy in der Tasche, jeder Like wird gespeichert. Besonders jeder Like. Lange war nicht ganz klar, wozu diese Daten gut sein sollen – ausser dass in unserem Facebook-Feed Blutdrucksenker beworben werden, weil wir grad «Blutdruck senken» gegoogelt haben. Unklar war auch, ob Big Data eine grosse Gefahr oder ein grosser Gewinn für die Menschheit ist. Seit dem 9. November kennen wir die Antwort. Denn hinter Trumps Onlinewahlkampf und auch hinter der Brexit-Kampagne steckt ein und dieselbe Big-Data-Firma: Cambridge Analytica mit ihrem CEO Alexander Nix. Wer den Ausgang der Wahl verstehen will – und was auf Europa in den nächsten Monaten zukommen könnte –, muss mit einem merkwürdigen Vorfall an der britischen Universität Cambridge im Jahr 2014 beginnen. Und zwar an Kosinskis Department für Psychometrik.

Psychometrie, manchmal auch Psychografie genannt, ist der wissenschaftliche Versuch, die Persönlichkeit eines Menschen zu vermessen. In der modernen Psychologie ist dafür die sogenannte Ocean-Methode zum Standard geworden. Zwei Psychologen war in den 1980ern der Nachweis gelungen, dass jeder Charakterzug eines Menschen sich anhand von fünf Persönlichkeitsdimensionen messen lässt, den Big Five: Offenheit (Wie aufgeschlossen sind Sie gegenüber Neuem?), Gewissenhaftigkeit (Wie perfektionistisch sind Sie?), Extraversion (Wie gesellig sind Sie?), Verträglichkeit (Wie rücksichtsvoll und kooperativ sind Sie?) und Neurotizismus (Sind Sie leicht verletzlich?). Anhand dieser Dimensionen kann man relativ genau sagen, mit was für einem Menschen wir es zu tun haben, also welche Bedürfnisse und Ängste er hat, und aber auch, wie er sich tendenziell verhalten wird. Das Problem aber war lange Zeit die Datenbeschaffung, denn zur Bestimmung musste man einen komplizierten, sehr persönlichen Fragebogen ausfüllen. Dann kam das Internet. Und Facebook. Und Kosinski.

Für den Warschauer Studenten Michal Kosinski begann ein neues Leben, als er 2008 an der ehrwürdigen Cambridge University in England aufgenommen wurde: am Zentrum für Psychometrie, im Cavendish Laboratory, dem ersten Psychometrie-Labor überhaupt. Mit einem Studienkollegen stellte Kosinski eine kleine App ins damals noch überschaubare Facebook: Auf MyPersonality, so hiess die Applikation, konnte man eine Handvoll psychologischer Fragen aus dem Ocean-Fragebogen ausfüllen («Lassen Sie sich bei Stress leicht aus der Ruhe bringen?» – «Neigen Sie dazu, andere zu kritisieren?»). Als Auswertung erhielt man sein «Persönlichkeitsprofil» – eigene Ocean-Werte –, und die Forscher bekamen die wertvollen persönlichen Daten. Statt, wie erwartet, ein paar Dutzend Studienfreunde hatten schnell Hunderte, Tausende, bald Millionen ihre innersten Überzeugungen verraten. Plötzlich verfügten die beiden Doktoranden über den grössten jemals erhobenen psychologischen Datensatz.

Das Verfahren, das Kosinski mit seinen Kollegen über die nächsten Jahre entwickelt, ist eigentlich recht einfach. Zuerst legt man Testpersonen einen Fragebogen vor. Das ist das Onlinequiz. Aus ihren Antworten kalkulieren die Psychologen die persönlichen Ocean-Werte der Befragten. Damit gleicht Kosinskis Team dann alle möglichen anderen Onlinedaten der Testpersonen ab: was sie auf Facebook gelikt, geshared oder gepostet haben, welches Geschlecht, Alter, welchen Wohnort sie angegeben haben. So bekommen die Forscher Zusammenhänge. Aus einfachen Onlineaktionen lassen sich verblüffend zuverlässige Schlüsse ziehen. Zum Beispiel sind Männer, die die Kosmetikmarke MAC liken, mit hoher Wahrscheinlichkeit schwul. Einer der besten Indikatoren für Heterosexualität ist das Liken von Wu-Tang Clan, einer New Yorker Hip-Hop-Gruppe. Lady-Gaga-Follower wiederum sind mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit extrovertiert. Wer Philosophie likt, ist eher introvertiert.

Kosinski und sein Team verfeinern die Modelle unablässig. 2012 erbringt Kosinski den Nachweis, dass man aus durchschnittlich 68 Facebook-Likes eines Users vorhersagen kann, welche Hautfarbe er hat (95-prozentige Treffsicherheit), ob er homosexuell ist (88-prozentige Wahrscheinlichkeit), ob Demokrat oder Republikaner (85 Prozent). Aber es geht noch weiter: Intelligenz, Religionszugehörigkeit, Alkohol-, Zigaretten- und Drogenkonsum lassen sich berechnen. Sogar, ob die Eltern einer Person bis zu deren 21. Lebensjahr zusammengeblieben sind oder nicht, lässt sich anhand der Daten ablesen. Wie gut ein Modell ist, zeigt sich daran, wie gut es vorhersagen kann, wie eine Testperson bestimmte Fragen beantworten wird. Kosinski geht wie im Rausch immer weiter: Bald kann sein Modell anhand von zehn Facebooks-Likes eine Person besser einschätzen als ein durchschnittlicher Arbeitskollege. 70 Likes reichen, um die Menschenkenntnis eines Freundes zu überbieten, 150 um die der Eltern, mit 300 Likes kann die Maschine das Verhalten einer Person eindeutiger vorhersagen als deren Partner. Und mit noch mehr Likes lässt sich sogar übertreffen, was Menschen von sich selber zu wissen glauben. Am Tag, als Kosinski diese Erkenntnisse publiziert, erhält er zwei Anrufe. Eine Klageandrohung und ein Stellenangebot. Beide von Facebook.

Nur für Freunde sichtbar

Facebook hat inzwischen die Unterscheidung zwischen öffentlichem und privatem Posten eingeführt. Im «privaten» Modus können nur die eigenen Freunde sehen, was man likt. Aber das bleibt kein Hindernis für Datensammler: Während Kosinski stets das Einverständnis der Facebook-User erfragt, verlangen viele Onlinequiz heute den Zugang zu privaten Daten als Vorbedingung für Persönlichkeitstests. (Wer keine grosse Sorge um die eigenen Daten hat und sich selbst anhand seiner Likes auf Facebook einschätzen lassen will, kann das auf Kosinskis Seite  applymagicsauce.com machen und anschliessend seine Ergebnisse mit denen eines «klassischen» Ocean-Fragebogens vergleichen: discovermyprofile.com/personality.html.)

Aber es geht nicht nur um die Likes auf Facebook: Kosinski und sein Team können inzwischen Menschen allein anhand des Porträtfotos den Ocean-Kriterien zuordnen. Oder anhand der Anzahl unserer Social-Media-Kontakte (ein guter Indikator für Extraversion). Aber wir verraten auch etwas über uns, wenn wir offline sind. Der Bewegungssensor zeigt zum Beispiel, wie schnell wir das Telefon bewegen oder wie weit wir reisen (korreliert mit emotionaler Instabilität). Das Smartphone, stellt Kosinski fest, ist ein gewaltiger psychologischer Fragebogen, den wir konstant bewusst und unbewusst ausfüllen. Vor allem aber, und das ist wichtig zu verstehen, funktioniert es auch umgekehrt: Man kann nicht nur aus Daten psychologische Profile erstellen, man kann auch umgekehrt nach bestimmten Profilen suchen – etwa: alle besorgten Familienväter, alle wütenden Introvertierten. Oder auch: alle unentschlossenen Demokraten. Was Kosinski genau genommen erfunden hat, ist eine Menschensuchmaschine.

Immer deutlicher erkennt Kosinski das Potenzial – aber auch die Gefahr seiner Arbeit.

Das Netz erschien ihm immer wie ein Geschenk des Himmels. Er will ja eigentlich zurückgeben, teilen, sharen. Daten sind kopierbar, sollen doch alle etwas davon haben. Es ist der Geist einer ganzen Generation, der Beginn eines neuen Zeitalters ohne die Grenzen der physischen Welt. Aber was passiert, fragt sich Kosinski, wenn jemand seine Menschensuchmaschine missbraucht, um Menschen zu manipulieren? Er beginnt, alle seine wissenschaftlichen Arbeiten mit Warnungen zu versehen. Mit seinen Methoden könnten «das Wohlergehen, die Freiheit oder sogar das Leben von Menschen bedroht» werden. Aber niemand scheint zu verstehen, was er meint.

In dieser Zeit, Anfang 2014, tritt ein junger Assistenzprofessor namens Aleksandr Kogan an Kosinski heran. Er habe eine Anfrage eines Unternehmen, das sich für Kosinskis Methode interessiere. Die Facebook-Profile von zehn Millionen US-Nutzern sollen psychometrisch vermessen werden. Zu welchem Zweck, das könne er nicht sagen, es gebe strenge Geheimhaltungsauflagen. Kosinski will erst zusagen, es geht um sehr viel Geld für sein Institut, zögert dann aber. Schliesslich rückt Kogan mit dem Namen der Firma heraus: SCL – Strategic Communications Laboratories. Kosinski googelt die Firma: «Wir sind eine weltweit agierende Wahl-Management-Agentur», liest er auf der Unternehmenswebsite. SCL bieten Marketing auf Basis eines psycho-logischen Modells. Schwerpunkt: Wahlbeeinflussung. Wahlbeeinflussung? Verstört klickt sich Kosinski durch die Seiten. Was ist das für eine Firma? Und was haben diese Leute in den USA vor?

Was Kosinski zu diesem Zeitpunkt nicht weiss: Hinter SCL verbirgt sich ein kompliziertes Firmenkonstrukt mit Ablegern in Steuerparadiesen – wie die Panama Papers und Wikileaks-Enthüllungen zeigen. Manche haben bei Umstürzen in Entwicklungsländern mitgewirkt, andere entwickelten für die Nato Methoden zur psychologischen Manipulation der Bevölkerung in Afghanistan. Und mittlerweile sind SCL auch die Mutterfirma von Cambridge Analytica, jener ominösen Big-Data-Bude, die für Trump und Brexit den Onlinewahlkampf organisierte.

Kosinski weiss davon nichts, aber er ahnt Ungutes. «Die Sache begann zu stinken», erinnert er sich. Bei seinen Nachforschungen entdeckt er, dass Aleksandr Kogan heimlich eine Firma registriert hat, die mit SCL Geschäfte macht. Aus einem Dokument, das dem «Magazin» vorliegt, geht hervor, dass SCL Kosinskis Methode durch Kogan kennenlernte. Plötzlich dämmert Kosinski, dass Kogan sein Ocean-Modell kopiert oder nachgebaut haben könnte, um es der Wahlbeeinflussungsfirma zu verkaufen. Sofort bricht er den Kontakt zu ihm ab und informiert den Institutsleiter. Innerhalb der Universität entfacht sich ein komplizierter Konflikt. Das Institut sorgt sich um seinen Ruf. Aleksandr Kogan zieht erst einmal nach Singapur, heiratet und nennt sich fortan Dr. Spectre. Michal Kosinski wechselt an die Stanford University in den USA.

Ein Jahr lang ist es ziemlich ruhig, dann, im November 2015, verkündet die radikalere der beiden Brexit-Kampagnen, «leave.eu», getragen von Nigel Farage, sie habe eine Big-Data-Firma beauftragt, ihren Wahlkampf online zu unterstützen: Cambridge Analytica. Kernkompetenz der Firma: neuartiges Politmarketing, sogenanntes Mikrotargeting – auf Basis des psychologischen Ocean-Modells. 

Kosinski bekommt Mails, was er damit zu tun habe – bei den Stichworten Cambridge, Ocean und Analytics denken viele zuerst an ihn. Zum ersten Mal hört er von der Firma. Entsetzt schaut er auf die Website. Sein Albtraum ist wahr geworden: Seine Methodik wird im grossen Stil für politische Zwecke eingesetzt.

Nach dem Brexit im Juli prasseln Beschimpfungen auf ihn ein: Schau nur, was du getan hast, schreiben Freunde und Bekannte. Überall muss Kosinski erklären, dass er mit dieser Firma nichts zu tun hat.

Erst Brexit, dann Trump

Zehn Monate später. Es ist der 19. September 2016, die US-Wahl rückt näher. Gitarrenriffs erfüllen den dunkelblauen Saal des New Yorker Grand Hyatt Hotels, Creedence Clearwater Revival: «Bad Moon Rising». Der Concordia Summit ist eine Art Weltwirtschaftsforum in Klein. Entscheidungsträger aus aller Welt sind eingeladen, unter den Gästen befindet sich auch Bundesrat Schneider-Ammann. «Bitte heissen Sie Alexander Nix, Chief Executive Officer von Cambridge Analytica, willkommen», verkündet eine sanfte Frauenstimme aus dem Off. Ein schlanker Mann im dunklen Anzug betritt die Bühnenmitte. Es herrscht gebannte Stille. Viele hier wissen: Das ist Trumps neuer Digital-Mann. «Bald werden Sie mich Mr. Brexit nennen», hatte Trump einige Wochen zuvor etwas kryptisch getwittert. Politikbeobachter hatten zwar auf die inhaltliche Ähnlichkeit zwischen Trumps Agenda und jener des rechten Brexit-Lagers verwiesen. Die wenigsten aber hatten den Zusammenhang mit Trumps kürzlichem Engagement einer weithin unbekannten Marketingfirma bemerkt: Cambridge Analytica.

Trumps Digitalkampagne hatte davor mehr oder minder aus einer Person bestanden: Brad Parscale, einem Marketingunternehmer und gescheiterten Start-up-Gründer, der Trump für 1500 Dollar eine rudimentäre Website aufgebaut hatte. Der 70-jährige Trump ist kein Digitaltyp, auf seinem Arbeitstisch steht nicht einmal ein Computer. So etwas wie eine E-Mail von Trump gibt es nicht, hat seine persönliche Assistentin einmal verraten. Sie selber habe ihn zum Smartphone überredet – von dem aus er seither unkontrolliert twittert.

Hillary Clinton hingegen verliess sich auf das Erbe des ersten Social-Media-Präsidenten, Barack Obama. Sie hatte die Adresslisten der Demokratischen Partei, sammelte Millionen über das Netz, bekam Unterstützung von Google und Dreamworks. Als im Juni 2016 bekannt wurde, dass Trump Cambridge Analytica angeheuert hatte, rümpfte man in Washington die Nase. Ausländische Gecken in Massanzügen, die Land und Leute nicht verstehen? Seriously?

«Es ist mein Privileg, vor Ihnen, verehrte Zuhörer, über die Macht von Big Data und der Psychografie im Wahlkampf zu sprechen.» Hinter Alexander Nix erscheint das Logo von Cambridge Analytica – ein Gehirn, zusammengesetzt aus ein paar Netzwerkknoten, wie eine Landkarte. «Vor ein paar Monaten war Cruz noch einer der weniger beliebten Kandidaten», sagt der blonde Mann mit diesem britischen Zungenschlag, der Amerikanern dasselbe Gefühl einjagt wie vielen Schweizern Hochdeutsch, «nur 40 Prozent der Wähler kannten seinen Namen.» Alle im Saal haben den Blitzaufstieg des konservativen Senators Cruz mitbekommen. Es war einer der seltsamsten Momente des Wahlkampfes. Der letzte grosse innerparteiliche Gegner Trumps, der aus dem Nichts gekommen war. «Wie also hat er das geschafft?», fährt Nix fort. Ende 2014 war Cambridge Analytica in den US-Wahlkampf eingestiegen, zunächst als Berater des Republikaners Ted Cruz, finanziert vom verschwiegenen US-Softwaremilliardär Robert Mercer. Bisher, so Nix, seien Wahlkampagnen nach demografischen Konzepten geführt worden, «eine lächerliche Idee, wenn Sie drüber nachdenken: Alle Frauen erhalten die gleiche Nachricht, bloss weil sie das gleiche Geschlecht haben – oder alle Afroamerikaner, wegen ihrer Rasse?» So dilettantisch arbeitet das Kampagnenteam von Hillary Clinton, das braucht Nix hier gar nicht zu erwähnen, es unterteilt die Bevölkerung in vermeintlich homogene Gruppen – genauso wie all die Meinungsforschungsinstitute es taten, die Clinton bis zuletzt als Gewinnerin sahen.

Stattdessen klickt Nix weiter zur nächsten Folie: fünf verschiedene Gesichter, jedes Gesicht entspricht einem Persönlichkeitsprofil. Es ist das Ocean-Modell. «Wir bei Cambridge Analytica», sagt Nix, «haben ein Modell entwickelt, das die Persönlichkeit jedes Erwachsenen in den USA berechnen kann.» Jetzt ist es absolut still im Saal. Der Erfolg des Marketings von Cambridge Analytica beruhe auf der Kombination dreier Elemente: psychologische Verhaltensanalyse nach dem Ocean-Modell, Big-Data-Auswertung und Ad-Targeting. Ad-Targeting, das ist personalisierte Werbung, also Werbung, die sich möglichst genau an den Charakter eines einzelnen Konsumenten anpasst.

Nix erklärt freimütig, wie seine Firma das macht (der Vortrag ist auf Youtube frei einsehbar). Aus allen möglichen Quellen kauft Cambridge Analytica persönliche Daten: Grundbucheinträge, Bonuskarten, Wählerverzeichnisse, Clubmitgliedschaften, Zeitschriftenabonnements, medizinische Daten. Nix zeigt die Logos global tätiger Datenhändler wie Acxiom und Experian – in den USA sind quasi alle persönlichen Daten käuflich zu erwerben. Wenn man wissen will, wo zum Beispiel jüdische Frauen wohnen, kann man diese Informationen einfach kaufen. Inklusive Telefonnummern. Nun kreuzt Cambridge Analytica diese Zahlenpakete mit Wählerlisten der Republikanischen Partei und Onlinedaten wie Facebook-Likes – dann errechnet man das Ocean-Persönlichkeitsprofil: Aus digitalen Fussabdrücken werden plötzlich reale Menschen mit Ängsten, Bedürfnissen, Interessen – und mit einer Wohnadresse.

Das Vorgehen ist identisch mit den Modellen, die Michal Kosinski entwickelt hatte. Auch Cambridge Analytica verwendet IQ-Quiz und andere kleine Ocean-Test-Apps, um an die aussagekräftigen Facebook-Likes von Usern zu gelangen. Und Cambridge Analytica macht genau das, wovor Kosinski gewarnt hatte: «Wir haben Psychogramme von allen erwachsenen US Bürgern – 220 Millionen Menschen», Nix öffnet den Screenshot, «so sehen unsere Kontrollzentren aus. Lassen Sie mich zeigen, was wir damit tun.» Ein digitales Cockpit erscheint. Links Diagramme, rechts eine Karte von Iowa, wo Cruz überraschend viele Stimmen im Vorwahlkampf gesammelt hatte. Darauf Hunderttausende kleiner Punkte, rot und blau. Nix grenzt die Kriterien ein: Republikaner – die blauen Punkte verschwinden; «noch nicht überzeugt» – wieder verschwinden Punkte; «männlich» und so weiter. Am Schluss erscheint ein einzelner Name, darunter Alter, Adresse, Interessen, politische Neigung. Wie bearbeitet Cambridge Analytica nun eine solche Person mit politischen Botschaften?

In einer anderen Präsentation zeigt Nix am Beispiel des Waffengesetzes zwei Versionen, wie man psychografisch durchleuchtete Wähler ansprechen kann: «Für einen ängstlichen Menschen mit hohen Neurotizismus-Werten verkaufen wir die Waffe als Versicherung. Sehen Sie links das Bild dazu: die Hand eines Einbrechers, die eine Scheibe einschlägt.» Die rechte Seite zeigt einen Mann und ein Kind im Sonnenuntergang, beide mit Flinten in einem Feld, offensichtlich bei der Entenjagd: «Das ist für konservative Typen mit hoher Extraversion.»

Wie man Clinton-Wähler von der Urne fernhält

Trumps auffällige Widersprüche, seine oft kritisierte Haltungslosigkeit und die daraus resultierende ungeheure Menge an unterschiedlichen Botschaften entpuppen sich plötzlich als sein grosser Vorteil: Jedem Wähler seine Botschaft. «Trump agiert wie ein perfekt opportunistischer Algorithmus, der sich nur nach Publikumsreaktionen richtet», notiert bereits im August die Mathematikerin Cathy O’Neil. Am Tag der dritten Präsidentschaftsdebatte zwischen Trump und Clinton versendet Trumps Team 175 000 verschiedene Variationen seiner Argumente, vor allem via Facebook. Die Botschaften unterscheiden sich meist nur in mikroskopischen Details, um den Empfängern psychologisch optimal zu entsprechen: verschiedene Titel, Farben, Untertitel, mit Foto oder mit Video. Die Feinkörnigkeit der Anpassung geht hinunter bis zu Kleinstgruppen, erklärt Nix im Gespräch mit «Das Magazin». «Wir können Dörfer oder Häuserblocks gezielt erreichen. Sogar Einzelpersonen.» In Miamis Stadtteil Little Haiti versorgte Cambridge Analytica Einwohner mit Nachrichten über das Versagen der Clinton-Stiftung nach dem Erdbeben in Haiti – um sie davon abzuhalten, Clinton zu wählen. Das ist eines der Ziele: potenzielle Clinton-Wähler – hierzu gehören zweifelnde Linke, Afroamerikaner, junge Frauen – von der Urne fernzuhalten, ihre Wahl zu «unterdrücken», wie ein Trump-Mitarbeiter erzählt. In sogenannten dark posts, das sind gekaufte Facebook-Inserate in der Timeline, die nur User mit passendem Profil sehen können, werden zum Beispiel Afroamerikanern Videos zugespielt, in denen Hillary Clinton schwarze Männer als Raubtiere bezeichnet.

«Meine Kinder», beendet Nix seinen Vortrag am Concordia Summit, «werden sich so etwas wie ein Werbeplakat mit der gleichen Nachricht für alle, ja das ganze Konzept eines Massenmediums, nicht mehr erklären können. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und kann Ihnen sagen, dass wir mittlerweile für einen der beiden verbliebenen Kandidaten arbeiten.» Dann verlässt er die Bühne.

Wie gezielt die amerikanische Bevölkerung bereits in diesem Moment von Trumps digitalen Truppen massiert wird, ist nicht erkennbar – weil sie selten breit im Mainstream-TV attackieren, sondern meist personalisiert auf Social Media oder im Digitalfernsehen. Und während sich das Clinton-Team auf Basis demografischer Hochrechnungen in Sicherheit wiegt, entsteht in San Antonio im Sitz der Trump-Digitalkampagne ein «zweites Hauptquartier», wie Bloomberg-Journalist Sasha Issenberg nach einem Besuch überrascht notiert. Das Cambridge-Analytica-Team, angeblich nur ein Dutzend Leute, hatte im Juli von Trump etwa 100 000 Dollar erhalten, im August bereits 250 000 Dollar, fünf Millionen im September. Insgesamt, so sagt Nix, habe man etwa 15 Millionen Dollar eingenommen.

Und die Massnahmen der Firma sind radikal: Ab Juli 2016 wird für Trump-Wahlhelfer eine App bereitgestellt, mit der sie erkennen können, welche politische Einstellung und welchen Persönlichkeitstyp die Bewohner eines Hauses haben. Wenn Trumps Leute an der Tür klingeln, dann nur bei jenen, die die App als empfänglich für seine Botschaften einstuft. Die Wahlhelfer haben auf den Persönlichkeitstyp des Bewohners angepasste Gesprächsleitfaden bereit. Die Reaktion wiederum geben die Wahlhelfer in die App ein – und die neuen Daten fliessen zurück in den Kontrollraum von Cambridge Analytica.

Die Firma unterteilt die US-Bevölkerung in 32 Persönlichkeitstypen, man konzentriert sich nur auf 17 Staaten. Und wie Kosinski festgestellt hatte, dass Männer, die MAC Cosmetic liken, sehr wahrscheinlich schwul sind, fand Cambridge Analytica heraus, dass eine Vorliebe für US-gefertigte Autos das beste Anzeichen für mögliche Trump-Wähler ist. Unter anderem solche Erkenntnisse zeigen nun Trump, welche Botschaften ziehen und wo genau am besten. Die Entscheidung, dass er sich in den letzten Wochen auf Michigan und Wisconsin konzentriert, geschieht auf Basis einer Datenauswertung. Der Kandidat wird zum Umsetzungsinstrument eines Modells.

Was macht Cambridge Analytica in Europa?

Aber wie gross war der Einfluss der psychometrischen Methoden auf den Ausgang der Wahl? Cambridge Analytica will auf Anfrage keine Belege für die Wirksamkeit der Kampagne liefern. Und es ist gut möglich, dass die Frage nicht zu beantworten ist. Und doch gibt es Anhaltspunkte: Da ist die Tatsache, dass Ted Cruz dank der Hilfe von Cambridge Analytica aus dem Nichts zum schärfsten Konkurrenten Trumps in den Primaries aufstieg. Da ist die Zunahme der ländlichen Wählerschaft. Da ist der Rückgang der Stimmenabgabe durch Afroamerikaner. Auch der Umstand, dass Trump so wenig Geld ausgab, könnte sich mit der Effektivität persönlichkeitsbasierter Werbung erklären. Und auch, dass er drei Viertel seines Marketingbudgets in den Digitalbereich steckte. Facebook erwies sich als die ultimative Waffe und der beste Wahlhelfer, wie ein Trump-Mitarbeiter twitterte. Das dürfte beispielsweise in Deutschland der AfD gefallen, die mehr Facebook-Freunde hat als CDU und SPD zusammen.

Es ist also keineswegs so, wie oft behauptet wird, dass die Statistiker diese Wahl verloren haben, weil sie mit ihren Polls so danebenlagen. Das Gegenteil ist richtig: Die Statistiker haben die Wahl gewonnen. Aber nur jene mit der neuen Methode. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass Trump oft über die Wissenschaft schimpfte, aber wohl dank ihr die Wahl gewonnen hat.

Ein anderer grosser Gewinner heisst Cambridge Analytica. Ihr Vorstandsmitglied Steve Bannon, Herausgeber der ultrarechten Onlinezeitung «Breitbart News», ist gerade zu Donald Trumps Chefstrategen ernannt worden. Marion Maréchal-Le Pen, aufstrebende Front-National-Aktivistin und Nichte der Präsidentschaftskandidatin*, twitterte bereits, dass sie seine Einladung zur Zusammenarbeit annehme, und auf einem internen Firmenvideo steht über dem Mitschnitt einer Besprechung «Italy». Alexander Nix bestätigt, dass er auf Kundenakquise sei, weltweit. Es gebe Anfragen aus der Schweiz und Deutschland.

All das hat Kosinski von seinem Büro in Stanford aus beobachtet. Nach der US-Wahl steht die Universität kopf. Kosinski antwortet auf die Entwicklungen mit der schärfsten Waffe, die einem Forscher zur Verfügung steht: mit einer wissenschaftlichen Analyse. Zusammen mit seiner Forscherkollegin Sandra Matz hat er eine Reihe von Tests durchgeführt, die bald veröffentlicht werden. Erste Ergebnisse, die dem «Magazin» vorliegen, sind beunruhigend: Psychologisches Targeting, wie Cambridge Analytica es verwendete, steigert die Clickraten von Facebook-Anzeigen um über 60Prozent. Die sogenannte Conversion-Rate, also wie stark Leute – nachdem sie die persönlich zugeschnittene Werbung gesehen haben – auch danach handeln, also einen Kauf tätigen oder eben wählen gehen, steigerte sich um unfassbare 1400 Prozent**.

Die Welt hat sich gedreht. Die Briten verlassen die EU, in Amerika regiert Donald Trump. Begonnen hat alles mit einem Mann, der eigentlich vor der Gefahr warnen wollte. Bei dem jetzt wieder diese Mails eintreffen, die ihn anklagen. «Nein», sagt Kosinski leise und schüttelt den Kopf, «das hier ist nicht meine Schuld. Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe nur gezeigt, dass es sie gibt.» 

Mitarbeit: Paul-Olivier Dehaye; www.personaldata.io
Einer von Vielen

Video Big Data für für den US-Wahlkampf

  
@HimmlischesKind @natalie

Das ist das Video zum Thema "wie meine Spuren verwertet werden"...

Gefunden in Fefes Blog.

Sagt euch Cambridge Analytica was? SCL vielleicht? Interessiert ihr euch für das Ocean-Modell oder Psychometrik?

Dann ist dieser Artikel ein Muss für euch, aber auch eine dringende Empfehlung für alle anderen. Cambridge Analytica gehört inzwischen SCL, und die stecken hinter den Datenmodellen hinter der Brexit-Kampagne und hinter dem Trump-Wahlkampf. Und die Methoden sind vielfältig anwendbar!

    Was Kosinski zu diesem Zeitpunkt nicht weiss: Hinter SCL verbirgt sich ein kompliziertes Firmenkonstrukt mit Ablegern in Steuerparadiesen – wie die Panama Papers und Wikileaks-Enthüllungen zeigen. Manche haben bei Umstürzen in Entwicklungsländern mitgewirkt, andere entwickelten für die Nato Methoden zur psychologischen Manipulation der Bevölkerung in Afghanistan. Und mittlerweile sind SCL auch die Mutterfirma von Cambridge Analytica, jener ominösen Big-Data-Bude, die für Trump und Brexit den Onlinewahlkampf organisierte.

Im Vorstand von Cambridge Analytica sitzt übrigens Steve Bannon, der von Breitbart, der Wahlkampfmanager von Trump und der neue Chief White House Strategist.

Update: Hier ist ein 10-Minuten-Vortrag von Alexander Nix, dem Chef von Cambridge Analytica. (Danke, Timo)


#bigdata
Michael Meer
  
Naja in der Forschung gehen sie davon aus, dass 8 von einander unbhängige Marker ausreichen um eine Person hinreichend eindeutig in einer entsprechenden Datenbank zu identifizieren.
Also: Haarfarbe, Auto, Stadt, Geburtsdatum, Handytyp usw.
Michael Meer
  
Ich habe mir bezüglich des Teilens ein paar Gruppen angelegt:
Alle bekannten Kontakte
Englisch sprachig
Deutsch sprachig

Top Level Posts von mir gehen nur noch nicht öffentlich an diese Gruppen.
Bei privatem Zeugs wird noch weiter eingegrenzt.
Ich habe keine öffentliche Funktion, entsprechend sehe ich keinen Grund was öffentlich zu posten.
Oder ich mache das klassisch auf meiner Webseite.
Michael Meer
  
Gerade bei Hubzilla sollte man die Sichtbarkeit von den verschiedenen Items einschränken können.
Einer von Vielen

Frage zu Italienisch - zeitlich

  
@Mario Vavti Darf ich Dir eine Frage zum Italienischen stellen. Irgendwie meine ich, Dich mal Italienisch schreiben "gesehen" zu haben, und dann noch Dein klingender Name...

Marco ha cominciato a lavorare due giorni fa.
Marco ha cominciato a lavorare da due giorni.

Für: Marco hat vor zwei Tagen zu arbeiten begonnen.

Geht das beides? Wenn ja, ist das gleichbedeutend?
Mario Vavti
  
Ich befürchte du verwechselst mich mit jemandem winking face
Einer von Vielen
  
Oops, gibt's ja nicht. Schade.  (In was man sich so reinsteigert.)

Vielleicht findet sich ja noch jemand, dem ich ab und zu Fragen stellen kann. Das ist ein alter Kurs von 1984 fast ausschließlich in Dialogform und spärlichen Erklärungen. Die meisten Fragen erschließen sich irgendwann. Aber manchmal bin ich halt  nicht sicher. Wie auch immer...
Einer von Vielen

Was hat Blackrock mit dem Lufthansa-Pilotenstreik zu tun?

  zuletzt bearbeitet: Tue, 29 Nov 2016 18:26:37 +0100  
Das muss ich noch mal genauer lesen, inklusive der Verlinkungen darin....

Was hat Blackrock mit dem Lufthansa-Pilotenstreik zu tun?

Bild/Foto

Zwischen Kundenwut und Kursverfall erfährt man wenig über Hintergründe


#Finanzen #blackrock #Banken #Lufthansa #Neoliberalismus

Zitat...

Zwischen Kundenwut und Kursverfall erfährt man wenig über Hintergründe

Im Fernsehen werden wir bald wieder leere Flughafenhallen und Anzeigetafeln mit Flugstornierungen sehen, dann wütende Flugkunden und ein paar Berichte zu gescheiterten Verhandlungen über Löhne und Renten, vielleicht noch eine Anmerkung zum gesunkenen Aktienkurs der Firma. Doch was hinter dem allgemeinen Drang der Firmenchefs zu - oft trotz guter Gewinne - immer schlechterer Bezahlung der Belegschaft steckt, erfahren wir auch bei diesem Streik nicht.

Von den etwa 120.000 Bediensteten der Lufthansa haben die Piloten noch am ehesten die Möglichkeit, der Geschäftsführung Paroli zu bieten. Ohne ihre Arbeitskraft geht gar nichts in der Branche. Streiks bei Fluggesellschaften sind auch aussichtsreicher als in vielen anderen Bereichen, wo die auf breiter Front betriebene Lohndrückerei daher mehr im Verborgenen stattfindet. Explodierende Einkommen der obersten 1% bei stagnierenden und sinkenden Löhnen der arbeitenden Bevölkerung haben aber einen Grund: die wachsende Macht des Finanzsektors.

Große Firmen wie die Lufthansa gehören heute meist Banken und Schattenbanken, wobei die Banken sich ebenfalls im Besitz der Schattenbanken befinden bzw. ein absichtsvoll dunkles Dickicht gegenseitiger Kapitaldurchdringung organisiert wurde. Die größte Schattenbank ist Blackrock mit einem verwalteten Vermögen von ca. fünf Billionen Dollar, kleinere Player im Big Game um die globale Finanzmacht heißen Vanguard, AXA, State Street, Fidelity oder JP Morgan Chase.
Aufsichtsratschef Friedrich Merz

Blackrock ist heute Aktionär oder Hauptaktionär in allen 30 Dax-Unternehmen, der Aufsichtsratschef der deutschen Blackrock-Filiale heißt Friedrich Merz (CDU). Als CDU-Finanzpolitiker war Wirtschaftsanwalt Merz verantwortlich für die Deregulierung der deutschen Bilanzierungsgesetze, jener Gesetze also, welche die Finanzmacht von Firmen wie Blackrock im Zaum halten sollten (vgl. Rügemer: Blackrock-Kapitalismus).

Großaktionäre wie Blackrock drängen heute die Geschäftsführer ihrer AGs, mehr Profit aus der Belegschaft herauszupressen. Im Fall der Lufthansa also, angemessene Lohnsteigerungen zu verhindern, per Outsourcing Lohnsenkungen durchzusetzen, Rentenansprüche zu streichen usw.

Dabei werden Dienstleistungen soweit möglich in den Billiglohnsektor ausgelagert, sogar Pilotengehälter können etwa bei Billigflugtöchtern abstürzen. Das steigert die Renditen. Wirtschaftsnahe Think Tanks liefern Medien und Öffentlichkeit eine vernebelnde Propaganda dazu (vgl. .IZA: Neoliberaler Think Tank unter Druck).

Die Firmenvorstände, angetrieben von Schattenbanken, geraten in Tarifverhandlungen immer öfter außer Rand und Band. Sie pokern immer höher, riskieren immer mehr und drohen ihren Angestellten sogar mit dem Untergang der Firma. Denn Blackrock kann noch besser verdienen, wenn Firmen pleite gehen.
Leerverkäufe und Übernahmen

Dann stehen Übernahmen und Fusionen an, lukrativ organisiert von Finanzdienstleistern - die womöglich noch kurz vor provozierten Kamikaze-Verhandlungen mit der Belegschaft per Leerverkauf auf den Fall der Kurse gewettet hatten.

Leerverkäufe (auch von Lufthansa-Aktien) sind eine der Spezialitäten von Blackrock, wo man im großen Stil macht, was edle Hedgefonds wie Soros' Firma Quantum nur als Rosinenpickerei betreiben. Damit stehen Blackrock & Co. in der Tradition ihrer kleineren Heuschrecken-Vorfahren, den Hedgefonds und Private-Equity-Firmen wie KKR und Blackstone. Diese Firmen investierten Milliarden für Superreiche in Firmen, die dann schnellsten ausgeschlachtet wurden.

Das heißt, sie wurden per Grundstücksverkauf und Massenentlassung "restrukturiert", der Kurswert kurzfristig nach oben getrieben und dann schnell die Aktien verkauft. Eine hochprofitable Taktik der verbrannten Erde, die Firmen und vor allem die Arbeitenden verelendet zurück lässt. Doch Massenarbeitslosigkeit ist nicht das Problem von Blackstone, KKR oder Blackrock. Vielmehr drückt das Elend auf die Löhne und fördert die Finanzmacht und wer die Strukturen der Finanzelite aufdeckt, lebt gefährlich (vgl. Ästhetik der Konspiration).

Fast etwas übertrieben wurde dieses Prinzip bei der Finanzkrise 2008, die auf einer Blase von verbrieften Schrottpapieren basierte. Blackrock-Gründer Laurence Fink gilt als ein Pionier dieses grandiosen "Finanzinstruments" der verbrieften Immobilienkredite.

Von 2004 auf 2008 legte Blackrock, dessen Namen man damals noch kaum kannte, um eine Billion Dollar zu, auf 1,3 Billionen (siehe auch: Der 4-Billionen-Dollar-Mann). Der frisch gewählte US-Präsident Obama, der die Finanzkrise von seinem Vorgänger Bush geerbt hatte, beauftragte wen damit, die Trümmer wegzuräumen?

Natürlich Blackrock, dessen Finanzvolumen sich dabei bis 2009 auf 3,3 Billionen steigerte. Der formale Firmensitz von Blackrock ist die Steueroase Delaware, jener US-Bundesstaat, wo auch Diktatoren wie der Folterknecht Pinochet schattige Plätzchen für ihr geraubtes Vermögen fanden. Die Verflechtung von Finanzwelt und Politik ist eine Basis ihrer Macht, die sich in Lobbyismus, Korruption und Privatisierungen austobt.1
Die öffentliche Reflexion über Finanzwesen und Löhne

Der spätere Blackrock-Aufsichtsrat Friedrich Merz lieferte sich in den medialen Turbulenzen der Finanzkrise eine legendäre Redeschlacht mit dem Globalisierungskritiker Harald Schumann. In einer ARD-Talkshow am 13.10.2008 gegen Mitternacht durfte in Gestalt von Schumann auch einmal ein Kritiker der Finanzwelt seine Meinung äußern, zumindest durfte er es versuchen.

Er wies auf die Verstrickungen des Finanzpolitikers Merz mit den Finanzmächten hin, denn der CDU-Funktionär war halbtags in der bekannten Wirtschaftskanzlei Meyer & Brown tätig. Den Rest des Tages war Merz für die CDU bei der Lockerung jener Regeln befasst, die Klienten der Kanzlei bei Geschäften im Wege gestanden haben könnten. Doch es blieb bei wenigen unterbrochenen Sätzen der Kritik, bevor Merz gemeinsam mit Talkmaster Beckmann den Kritiker schlicht niederbrüllte.

Das nächtliche Rededuell, das wohl einen kurzen Höhepunkt kritischer Ansätze in der öffentlich-rechtlichen Reflexion der Finanzkrise darstellt, schlug trotz seiner hochbrisanten Enthüllungen wenig Wellen im Mainstream.2 Man könnte heute mehr wissen über den Zusammenhang von Finanzwesen, Korruption und sinkenden Löhnen der Mehrheit.

Aber wenn wir heute Berichte über den Lufthansa-Pilotenstreik hören, kommen wohl wieder einmal keine dieser Hintergründe zur Sprache. Die Medien treiben gerne aufmüpfige Betriebsräte durchs Dorf, die es wagen, sich den Plänen der Finanzmächte in den Weg zu stellen. Die Namen der für Unbill von Streiks verantwortlichen Gewerkschaftsführer kennt der Medienkonsument.

Die Identität der Finanzmächte hinter Heuschreckenplage und Lohndrückerei aber kaum. Die Namen von Blackrock-Gründer Laurence Fink oder von Finanz-Deregulierer und Blackrock-Aufsichtsrat Friedrich Merz (CDU) werden im Zusammenhang des Lufthansa-Streiks nicht fallen. Warum auch? Blackrock ist ja nur Großaktionär der Lufthansa AG.
uli
uli
  
@Einer von Vielen : bisschen.. So n timemachine für s Internet,q uasi ..- gabs eigtl. schon ne Antwort von Telepolis ?
Einer von Vielen
  
@uli Nein, ist ja auch Wochenende.
uli
uli
  
dacht ich auch dass wochenends wenig geht , aber da schau her :

hab heut mittag ne Mail mit dem Retourschein von Medion bekommen, den sie mir nun schon seit 2 Wochen erfolglos versucht haben zuzustellen... ( via email, btw.. )
Einer von Vielen

Tageswerte

  
Heute mehr oder weniger spontan, zufällid gemessen...
Bild/Foto
Oliver
  
Bist also sehr entspannt :-)
uli
uli
  
hat da wer die BetaBlocker mit den Kellog´s verwechselt ?
Einer von Vielen
  
Sollte eigentlich privat sein. Egal.
Einer von Vielen

Hubzilla wikis are usefull

  zuletzt bearbeitet: Fri, 11 Nov 2016 15:02:35 +0100  
@Andrew Manning thank you very much for implementing the wiki. I use it quite offen.
Andrew Manning
  
Security shouldn't be a problem, because any action the viewer takes without permission will fail as the server will not authenticate them. For example, if someone without edit permissions sees in the HTML/JS that they can make an AJAX request to create a new wiki, they are welcome to try that API but they will receive an error in return saying they lack permission. The decisions I'm talking about are just the mechanics of showing/hiding things in the GUI. I don't see the fundamental difference between doing that at the time the page is served compared to JavaScript doing it dynamically when the page loads. It's not like we have security by obscurity based on hidden APIs; Hubzilla is open source so the only security comes from real authentication mechanisms.
Mike Macgirvin
  
I just said it was best practice. I didn't say you were doing anything wrong or insecure. Security is the primary reason for this best practice. I wouldn't put a loaded gun (with a trigger lock) on the front porch; even if I was the only one with a key, or even if it used biometrics to operate and was attached to a chain so it couldn't "walk away". It might be completely safe sitting there unattended but I just wouldn't do it.
Andrew Manning
  
Haha, now I'm curious how that elaborate experiment with a loaded yet secure gun on the porch would play out.